Gesichtsfalten entfalten

Statisch, dynamisch oder aktinisch – Falten sind nicht gleich Falten.
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Vielfalt der Falten

Früher oder später kommen sie. Da können wir noch so viel Mineralwasser trinken, auf ausreichenden Schlaf und gesunde Ernährung achten, uns das Rauchen versagen oder ein sorgsam eingecremtes Leben im Schatten führen. Die Falten kommen garantiert. Dann ist es gut zu wissen, mit wem man es zu tun bekommt.

Ihre Vorboten schleichen sich meist als unscheinbare feine Linien ein, die sich im Laufe der Jahre immer weiter vertiefen. Im besten Fall unterstreichen sie dann unseren „Charakter“, unsere „Lebenserfahrung“, unsere „Persönlichkeit“ und lassen uns trotzdem weiterhin gut aussehen. Aber mal ehrlich, wer ist schon mit so guten Genen gesegnet wie die Vorzeige-Promis und Charakterköpfe, die (angeblich) noch nie etwas gegen ihre Falten unternommen haben und trotzdem überragend attraktiv sind?

Die meisten von uns Normalsterblichen lassen Alterungserscheinungen der dünner werdenden Haut einfach nur ausgelaugt, alt und müde aussehen. Sie nerven uns spätestens dann ganz kolossal, wenn man sich deutlich jünger, wacher und frischer fühlt, als man von anderen wahrgenommen wird. Dann ist es gut zu wissen, dass man sich mit den störenden Falten und Furchen nicht abfinden muss. Es gibt mittlerweile äußerst effektive Wege, seine Haut wieder zu „entfalten“ und deutlich frischer auszusehen.

Um zu wissen, wie man seine „Feinde“ am wirksamsten bekämpft, ist es sinnvoll, mehr über sie zu erfahren. Denn Falten sind überhaupt nicht gleich Falten. Im Wesentlichen gibt es drei verschiedene Arten: dynamische, statische und aktinische Falten. Darunter lässt sich dann die ganze Vielfalt der Linien, Runzeln und Furchen einsortieren. Und vor allem auf passende Weise glätten.

Dynamische Falten

„Dynamisch“ klingt zwar irgendwie gut, heißt aber nicht, dass diese Falten so beweglich sind, dass sie ohne unser Zutun morgen schon wieder verschwunden sein könnten. Dynamische Falten entstehen durch unsere Mimik, also durch die immer wiederkehrenden aktiven Muskelbewegungen im Gesicht. Sie werden deshalb auch Mimikfalten genannt und lassen sich grundsätzlich nicht verhindern.

Gerade die Gesichtsmuskulatur ist teilweise fest mit der darüber liegenden Haut verbunden. Immer dann, wenn wir sprechen und vor allem, wenn wir unsere Emotionen zeigen, gerät also auch unsere Haut in Bewegung. Sie wird gezwungen, die Bewegungen des Muskels mitzumachen. So entstehen erst feine Linien und später zeichnen sich tiefe Falten in der Haut ab. Nicht alles ist gleich schlimm. Gerade die Fältchen, die mit positiven Emotionen verbunden sind, wirken sympathisch. Vor allem Lachfältchen, die anfangs ausschließlich beim Lächeln auftauchen. Später, als Krähenfüße, mag sie dann keiner mehr.

Übrigens kann es uns schon früh erwischen! Dynamische Falten haben im Gegensatz zu den statischen Falten weniger mit der Hautalterung oder der Schwerkraft zu tun und können deshalb auch schon bei sehr jungen Menschen auftreten.

Welche Falten sind dynamisch?
Zu den dynamischen Falten gehören Lachfältchen, Krähenfüße, Stirnfalten und die Zornesfalte zwischen den Augen.

Was lässt sich gegen dynamische Falten machen?
Sorgfältige Hautpflege kann die Entstehung der dynamischen Falten verzögern. Sind sie aber erst einmal da, lassen sie sich nicht mehr „wegpflegen“. Muskelentspannende Präparate wie Botulinum können einzelne Muskeln gezielt beruhigen und so die Faltenbildung verhindern.

Das Botulinum wird in kleinen Dosen direkt in die verspannten Muskeln des Gesichts injiziert und diese nach und nach entspannt. Es wirkt direkt in den Muskeln auf die Signalübertragung des Botenstoffes (Acetylcholin), der zu einer Anspannung der Muskulatur führen kann. Durch die Entspannung werden darüber liegende Falten geglättet. Die Wirkung zeigt sich je nach injiziertem Muskel und je nach Faltentyp bereits nach 2-3 Tagen und hält ca. 3 bzw. 4 Monate an. Als zusätzlicher Effekt kann durch die Ruhigstellung der Muskulatur meist auch der Entstehung neuer Falten vorgebeugt werden.

Dynamische Falten

Statische Falten

Statische Falten feiern quasi ganzjährig ihre Unabhängigkeit von unserer Mimik (angespannt oder entspannt). Wenn sie erst einmal da sind, bleiben sie einfach jederzeit sichtbar. Auf statische Falten ist also echt Verlass. Leider. Sie entstehen an den Stellen der Haut, wo die Unterhautmuskulatur erschlafft oder die Schwerkraft die Haut aufgrund nachlassender Gewebefestigkeit und Volumenverluste mit sich zieht. Dann nämlich sacken Haut und Bindegewebe ab und bilden die besonders sichtbaren Falten. Aber es liegt nicht nur an Naturgesetzen und Alterungsprozessen, auch äußere Umwelteinflüsse und ein ungesunder Lebensstil begünstigen die Bildung statischer Falten, die irgendwann zu richtig tiefen Furchen werden können.

Welche Falten sind statisch?
Statische Falten bilden sich bevorzugt um Mund und Nase und sind selbst dann sichtbar, wenn alle Muskeln entspannt sind, auch im Schlaf: Zu den bekanntesten gehören die sogenannten Marionettenfalten, die sich von den Mundwinkeln bis hinunter zum Kinn ziehen. Oder die Nasolabialfalten zwischen Mundwinkel und Nasenflügel. Sie können selbst fröhlichen Menschen ein griesgrämiges Aussehen verleihen.

Was lässt sich gegen statische Falten machen?
Es sind vor allem die statischen Falten, die durch gezielte Unterspritzung mit Dermalfillern aufgefüllt und an die umgebende Haut angeglichen werden können. Als Füllsubstanzen kommen dabei quervernetzte Hyalurongele (z. B. Belotero) oder Calciumhydroxylapatit (z. B. Radiesse) ins Spiel. Auch Volumenverluste lassen sich auf diese Weise ausgleichen.

Aktinische Falten

Aktinische Falten entstehen durch äußere Umwelteinflüsse, insbesondere durch Sonneneinwirkung, Austrocknung oder Solarien-Besuche. Sie werden oft auch Knitterfältchen genannt. Wenn die Haut nicht vor übermäßiger UV-Strahlung geschützt wird, altert sie deutlich schneller. Zuerst zeigen sich zarte Fältchen, die sich bei andauernder Belastung noch weiter vertiefen können.

Diese Falten können einen ganz schön in die Zwickmühle bringen. Denn einerseits ist der UV-Schutz für die Haut sehr sinnvoll. Übertreiben wir es aber damit, unterdrücken wir in der Haut auch wichtige Stoffwechselprozesse, die auf ungefilterte UV-Strahlung angewiesen ist, z. B. die Bildung von Vitamin D. In bestimmten Dosen ist die Sonne tatsächlich sehr gesund.

Welche Falten sind aktinisch?
Aktinische Falten (Knitterfältchen) treten vor allem dort auf, wo unsere Haut der UV-Strahlung besonders ausgesetzt wird. Vor allem im Gesicht, an den Händen und Armen, aber auch an Hals und Dekolletee.

Was lässt sich gegen aktinische Falten machen?
Klar, zur Vorbeugung sollte man besonders exponierte Körperteile vor übermäßiger Sonneneinstrahlung mit hohen Filtern (LSF 50) schützen. Sonne in Maßen ist angesagt. Extreme Sonnenbäder verkraftet keine Haut ohne vorzeitige Alterungserscheinungen.

Bei starker Belastung sollte man besonders darauf achten, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wiederherzustellen und die Haut mit Nährstoffen zu versorgen. Auch Peelings helfen anfänglich, die Fältchen im Griff zu behalten. Ohne Behandlung werden die zarten Fältchen tiefer und dauerhafter – vorausgesetzt, die Haut wird auch weiterhin ungeschützt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Dann kann eine flächige Faltenunterspritzung mit Hyaluron helfen, um die Haut von innen aufzupolstern und die auch die Hautqualität wieder zu verbessern.

Fazit:

Falten kommen in allen Variationen. Mit einigen können wir ganz gut leben, mit anderen freunden wir uns über die Jahre sogar an. Im Idealfall zeigen sie, wie viel Spaß wir im Leben schon hatten. Und dann sind da noch die, die uns so sehr nerven, dass wir sie lieber heute als morgen loswerden möchten. Und zum Glück ist das heute ja auch schon möglich.