Spieglein, Spieglein an der Wand …

Dr. med. Torsten Walker verrät, worauf es bei ästhetischen Behandlungen ankommt
Wir nutzen zum Schutz Eurer Daten die sog. Shariff-Lösung. Dadurch werden die Nutzerdaten nicht automatisch an die sozialen Netzwerke weitergeleitet. Erst nach dem Klicken des Buttons werden diese aktiviert und eine Verbindung und mögliche Übertragung von personenbezogenen Daten zum jeweiligen sozialen Netzwerk kann stattfinden. Weitere Informationen zum Datenschutz gibt es hier.
Spieglein, Spieglein, an der Wand...

Es klingt märchenhaft: Jugendlich glatte Haut und alterslose Schönheit, die auch dem kritischsten Blick in den Spiegel standhalten! Immer mehr Menschen möchten sich diesen Wunsch erfüllen. Um das Märchen wahr zu machen, benötigt man aber nicht unbedingt Fee oder Zauberer, und man muss auch keinen Frosch küssen. Stattdessen erfüllen Fachärzte mit Hilfe der ästhetischen Medizin immer häufiger diese Wünsche. Dr. Torsten Walker ist einer von ihnen. Als international gefragter Spezialist verrät er uns, worauf es bei ästhetisch-medizinischen Behandlungen ankommt und worauf Patienten in jedem Fall achten sollten, um ein Happy End für sich zu erleben

Interview mit Dr. Torsten Walker

Früher war es anscheinend einfacher. Sorgfältige Hautpflege und typgerechtes Schminken galten als einzig notwendige oder wirkungsvolle Maßnahmen für ein jugendliches Erscheinungsbild. Wie hat sich dieses Bild durch die moderne ästhetische Medizin gewandelt?

Während noch vor einigen Jahren kostspielige Kosmetikprodukte als „Nonplusultra“ galten, so werden nun ästhetisch-medizinische Methoden immer beliebter, um erste Zeichen des Alters zu bekämpfen. Patienten aller Altersgruppen nehmen das wachsende Angebot der ästhetischen Medizin gerne in Anspruch – vor allem, da es durch die vielen unterschiedlichen Produkte und Therapien möglich ist, Behandlungen „maßgeschneidert“ anzubieten und so individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Und auch die geringen Risiken moderner Gesichtsbehandlungen haben sicherlich dazu beigetragen, Hemmungen abzubauen.

Dr. Med. Torsten Walker

Wie muss man sich die Patienten vorstellen, die mit dem Wunsch nach einer medizinisch-ästhetischen Behandlung zu Ihnen in die Praxis kommen?

Grundsätzlich verspüren Patienten, die achtsam mit sich und ihrem Körper umgehen und denen ihr äußeres Erscheinungsbild wichtig ist, häufiger den Wunsch nach einer Behandlung. Generell ist die Bereitschaft, „etwas machen zu lassen“, unabhängig von Alter und Einkommen in den letzten Jahren gestiegen. Grund hierfür ist sicherlich auch, dass die ästhetisch-medizinischen Behandlungen immer erschwinglicher werden. Gleichzeitig steigt die Akzeptanz in der Bevölkerung: Wurden früher kosmetische Eingriffe eher kritisch betrachtet, so gilt die ästhetische Medizin heute als anerkanntes Mittel, um der Hautalterung schonend entgegenzuwirken und die eigene Attraktivität zu erhalten.

In der Werbung sind Männer ganz versessen auf Körperpflege. Für die Kosmetikindustrie sind sie eine wachsende Zielgruppe. Gibt es Anzeichen für diesen Trend auch schon in Ihrer Praxis?

Auch wenn die Zahl männlicher Patienten steigt, ist die ästhetische Medizin immer noch fest in Frauenhand. Das liegt sicherlich auch daran, dass Frauen sich selbst wesentlich kritischer wahrnehmen und intensiv auf Signale aus ihrem sozialen Umfeld achten. Männer sind oftmals viel weniger selbstkritisch in Bezug auf ihr Aussehen. Ästhetische Behandlungen, die auch von Männern gerne und oft in Anspruch genommen werden, sind Lidstraffungen und die Anwendung von Botulinum zur Faltenglättung.

Die Offenheit, mit der auch viele prominente Frauen mittlerweile über ästhetische Behandlungen sprechen, nimmt gefühlt stark zu. Bemerken Sie eine Veränderung in der Selbstverständlichkeit, mit der medizinisch-ästhetische Eingriffe verlangt werden?

Definitiv. Patienten stehen heutzutage viel offener zu ihren kosmetischen Bedürfnissen und teilen ihre Wünsche und Erwartungen selbstbewusst mit. Es ist dann Aufgabe des Arztes, die Machbarkeit einer Behandlung zu prüfen und die Patientin oder den Patienten zu beraten. Eine umfassende Typveränderung wird übrigens nur sehr selten gewünscht; die Patienten möchten vielmehr ihre Attraktivität auf natürliche Weise erhalten und verstärken.

Wie großartig fühlen sich Patientinnen nach einer erfolgreichen Behandlung? Welche Wirkung hat das auf sie und ihr Selbstbild? Wie fühlen sie sich nach einer „Verjüngung“?

Alle Gespräche mit meinen Patienten zeigen mir: Der Behandlungserfolg geht deutlich über eine rein körperliche Wirkung hinaus. Die Erfahrung zeigt, dass sich Patienten nach einer erfolgreichen Behandlung attraktiver fühlen und in Beruf und Partnerschaft deutlich selbstbewusster auftreten.

Wir kennen ja die Klatschpresse, wenn es um Verschönerungen geht. Hier werden häufig die Negativbeispiele fehlgeschlagener oder übertriebener Behandlungen dargestellt. Wie nehmen Sie Ihren Patienten entsprechende Ängste?

In meine Praxis kommen Patienten oft auf Empfehlung von Freunden und Bekannten. Diese Patienten haben also bereits die positiven Effekte einer erfolgreichen Behandlung aus erster Hand erlebt und wissen somit, was die ästhetische Medizin leisten kann. Zusätzlich kann man durch intensive Beratung am Beispiel eigener Patienten Ängste abbauen helfen und Vertrauen schaffen.

Patienten haben die Qual der Wahl und können aus vielen verschiedenen Optionen die für sie am besten geeignete Behandlung und ein ideal darauf abgestimmtes Produkt wählen. Worauf basieren Ihre Empfehlungen, wenn Sie einen Kunden beraten?

Die Auswahl von Produkt und Behandlung ist eine gemeinschaftliche Entscheidung von Arzt und Patient. Dabei richtet sich die Entscheidung nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten, nach dem Alter und nach dem zu erzielenden Ergebnis. Häufig schlage ich ein Produkt – zum Beispiel einen Hyaluron-Filler – vor und diskutiere dann die Vor- und Nachteile gemeinsam mit dem Patienten. In jedem Fall sollten die verwendeten Produkte aber ausgezeichnet verträglich und qualitativ hochwertig sein.

Früher wurde bei der ästhetisch-medizinischen Behandlung häufig nur ein einzelnes Produkt eingesetzt. Ist das immer noch so? Gibt es jetzt ganzheitlichere Herangehensweisen? Was sind die Vorteile?

Tatsächlich führt die Entwicklung fort von einer Behandlung mit nur einem Produkt. Durch einen ganzheitlichen Ansatz, das heißt die Kombination verschiedener Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften, wird ein verbessertes klinisches Ergebnis erzielt – man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Synergieeffekten“. So kann zum Beispiel die Kombination eines Hyaluron-Fillers mit Botulinum dafür sorgen, dass das Behandlungsergebnis länger anhält.

Welche Rolle spielt Ihrer Ansicht nach der Arzt für den Behandlungserfolg – ganz abgesehen von der Behandlung selbst – und was können Sie potenziellen Patienten raten?

Wie bei allen medizinischen Leistungen basieren auch ästhetisch-medizinische Behandlungen auf Vertrauen. Eine ausführliche und ehrliche Beratung ist die Grundlage des Behandlungserfolgs – in keinem Fall darf ein Patient zu einer Behandlung gedrängt werden! Eine positive Mund-zu-Mund-Propaganda und Ärztelisten sind häufig wichtige Entscheidungshilfen, mit denen der Patient den für ihn geeigneten Arzt auswählen kann.

Gibt es irgendetwas, womit Patienten den Behandlungserfolg unterstützen können?

Eine gesunde Lebensführung mit viel Bewegung und bewusster Ernährung trägt zum Erhalt eines jugendlichen Aussehens bei. Auch ausreichender Sonnenschutz und Vitamin A-haltige Anti-Aging-Cremes können durchaus wie ein „Jungbrunnen“ wirken.

Vielen Dank für dieses Interview, Herr Dr. Walker.