Gibt es ein Mittel gegen Cellulite?

Warum Cellulite so unfair ist. Warum sie nichts mit Diäten zu tun hat. Und mit welchem Mittel wir den Dellen endlich und vor allem endgültig ein Ende setzen können. Ein Interview mit Dermatologin Afsaneh Fatemi.
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gibt es ein Mittel gegen Cellulite?

„Die Ursache muss behandelt werden, um Cellulite dauerhaft zu entfernen.“, erklärt Afsaneh Fatemi, Fachärztin für Dermatologie bei Medical Aesthetics in Düsseldorf, eine Expertin auf dem Gebiet der glatten und schönen Haut.

Afsaneh Fatemi

Frau Fatemi, Frauen fühlen sich oft geradezu machtlos, wenn es um ihre Cellulite geht. Weder Diäten noch Sport scheinen wirklich zu helfen. Was machen wir falsch?
Fatemi: „Keine Bange, wir machen gar nichts falsch. Es ist nämlich wirklich so, dass wir das Erscheinungsbild von Cellulite aus eigener Kraft nur wenig beeinflussen können. Das ist auch der Grund, weshalb selbst gertenschlanke Models manchmal Dellen an Po und Oberschenkeln haben.“

Das klingt fast ein wenig beruhigend. Trotzdem interessiert uns, was denn letztlich die genaue Ursache für Cellulite ist.
Fatemi: „Ursächlich ist die Beschaffenheit des Bindegewebes, also jener Materie, die unmittelbar unter der Haut liegt und von einer Vielzahl kleiner Stützfasern, sogenannten Septen, durchzogen ist. Diese Stützfasern ziehen die Haut – quasi wie Seile – an den Körper heran. Kommt es nun aber vor, dass einzelne Fasern straffer sind und damit fester ziehen als andere, ist dieser mechanische Effekt an der Hautoberfläche sichtbar, nämlich in Form einer Delle. Und schon haben wir Cellulite.“

Und kann es sein, dass Cellulite nur bei Frauen entsteht? Männer sieht man fast nie mit Dellen.
Fatemi: „Ja, Frauen haben ein von Natur aus flexibleres Bindegewebe, damit sich die Haut im Falle einer Schwangerschaft dehnen kann. Kommt es in diesem weichen Areal zur Einlagerung von Gewebeflüssigkeit, ist das Entstehen von Cellulite bei einer zusätzlichen Neigung zu verstärkten Septen unumgänglich.“

Scheint so, als würde dieser Schönheitsmakel also tatsächlich nicht in unserer Hand liegen. Gibt es denn wirklich nichts, was man tun kann?
Fatemi: „Doch, das gibt es. Die moderne ästhetische Medizin kennt das Problem schließlich nicht erst seit gestern und hat in den letzten Jahren viel getan, um effektive Behandlungen zu entwickeln. Cellfina ist beispielsweise ein solches Angebot.“

Cellfina? Was genau ist das?
Fatemi: „Cellfina ist ein innovatives, minimalinvasives Verfahren, bei dem es zur gezielten Durchtrennung fester Septen kommt. So wird der Spannungszustand, also das „Nach-innen- Ziehen“ der Haut, gelöst, dadurch entspannt sich die Haut und wird an der Oberfläche wieder glatt. Cellfina ist mit diesem Vorgehen eine Innovation. Es ist nämlich das erste Mal, dass eine Cellulite-Behandlung wirklich an der Ursache von Cellulite, nämlich den Bindegewebssepten, ansetzt.“

Und wie schnell kann man die Ergebnisse der Behandlung sehen?
Fatemi: „Einen ersten Verbesserungseffekt kann man oft schon nach der Behandlung erkennen. Das richtige Ergebnis ist nach wenigen Wochen zu sehen.“

Das klingt vielversprechend. Und wie oft muss man diese Behandlung wiederholen?
Fatemi: „In der Regel genügt eine Sitzung. Denn Septen, die wir einmal gelöst haben, bilden sich nicht neu. Sofern es nicht zu extremen Gewichtsschwankungen kommt, kann man sich also über einen dauerhaften Effekt freuen.“

Wie aufwendig ist die Behandlung und wie schmerzhaft ist das Verfahren?
Fatemi: „Die Behandlung selbst dauert durchschnittlich etwa eine Stunde. Hierbei kommt es auf die Größe des von Cellulite betroffenen Areals an. Schmerzen spüren die Patienten deshalb nicht, weil das Areal betäubt wird. Viele Patienten sagen, dass der Betäubungspikser das Schlimmste an der ganzen Behandlung war.“

Was berichten die Patienten denn ansonsten von Cellfina? Sind sie zufrieden?
Fatemi: „Ja, meine Patienten sind sogar sehr zufrieden. Gerade in den Sommermonaten, wenn kurze Röcke oder Bademode getragen werden, wird mir oft erzählt, wie viel mehr Lebensqualität die Frauen haben. Die meisten der neuen Patientinnen kommen auch durch Empfehlungen. Sie haben gehört, wie glücklich eine Freundin ist. Oder haben es vielleicht sogar selbst bemerkt, wie viel straffer deren Haut ist.“

Vielen Dank Frau Fatemi für das informative Gespräch.
Und vor allem für die hoffnungsvolle Botschaft: Man ist eben doch nicht machtlos gegen Cellulite!