Einfach frisch und erholt aussehen

Ein Experte erläutert, was Ästhetik-Patienten für ein natürlich wirkendes Ergebnis beachten sollten …
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Einfach frisch und erholt aussehen

Prof. Dr. Peter Arne Gerber ist leitender Oberarzt an der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf und Facharzt für Dermatologie und Venerologie. Mit uns sprach er über die Wünsche und Sorgen seiner Patienten, die Sicherheit von Dermalfillern und missglückte Promi-Behandlungen.

Interview mit Prof. Dr. Peter Arne Gerber

Ästhetikbehandlungen werden immer beliebter. Dürfen wir heutzutage keine Falten mehr zeigen?

Natürlich dürfen wir Falten zeigen, aber mit den Möglichkeiten, die uns heute zur Verfügung stehen, können wir die sichtbaren Zeichen der Hautalterung effektiv abmildern oder ihr Auftreten verzögern. Die Falte muss also nicht mehr so tief oder früh sichtbar sein …

Mit welchen Wünschen kommen die Patienten in Ihre Ästhetik-Sprechstunde?

Das ist ganz unterschiedlich. Tatsächlich gibt es Patienten, die mit einer ganz konkreten Fragestellung zu uns kommen – also z. B. eine störende Zornesfalte oder der Wunsch nach volleren Lippen. Andere haben den Wunsch, weniger müde oder frischer auszusehen, und wieder andere möchten einfach „mal etwas machen lassen“ und fragen ganz offen nach der Einschätzung und Vorschlägen des Behandlers.

Prof. Dr. Peter Arne Gerber

Gibt es Bedenken oder Vorurteile, die häufig geäußert werden?

Unsere Patienten wünschen sich in den allermeisten Fällen ein natürliches Aussehen. Sie möchten einfach wieder frisch und erholt wirken. Wenn sie in den Medien Bilder von behandelten Promis mit starren Gesichtern sehen, macht ihnen das Sorgen. Der Klassiker bei der Lippenbehandlung etwa ist die Angst vor „Schlauchbootlippen“. Der verantwortungsbewusste Arzt ist aber immer bestrebt, ein natürliches Ergebnis zu erzielen, was in den allermeisten Fällen auch gelingt.

Was ist bei den missglückten Promi-Behandlungen, die man so oft in den Medien sieht, denn schiefgelaufen?

Man darf nicht das Maß verlieren. Genauso wenig als Patient wie als verantwortlicher Behandler. Wenn Patienten immer mehr wollen, muss man auch mal eine Behandlung ablehnen, wenn ein unnatürliches Ergebnis zu erwarten ist. Die Mehrheit der Promis, die erfolgreich behandelt wurden, erscheint eben nicht „aufgespritzt“, sondern vielmehr frisch, jugendlich oder erholt und nicht irgendwie „gemacht“. Das wird von den Medien aber meistens unterschlagen.

Wie sicher sind Filler-Behandlungen?

In ärztlicher Hand sind Filler-Behandlungen eigentlich sehr sicher. Das zeigen auch die statistischen Erhebungen der letzten Jahre. Natürlich birgt eine Behandlung auch Risiken. Relativ häufig sind z. B. Hämatome. Diese sind für den Patienten zwar störend, verblassen aber rasch wieder. Es ist wichtig, auf die Qualität der Filler zu achten. Aber auch, dass ästhetische Injektionsbehandlungen nicht durch medizinische Laien, sondern ausschließlich durch approbierte und spezialisierte Ärzte durchgeführt werden! Denn sie kennen die anatomischen Leitstrukturen genau und verwenden hochwertige Produkte.

Sind die Behandlungen denn schmerzhaft?

Da die meisten Präparate heute mit Zusatz von Lokalanästhetika verfügbar sind, ist eine Behandlung insgesamt gut tolerabel. Die meisten Patienten klagen überhaupt nicht und selbst die, die Schmerzen angeben, kommen regelmäßig wieder. Es ist also fast nie ein limitierender Faktor. Ich erlebe immer wieder, dass sich eine ausführliche Beratung, ein vertrauensvolles Miteinander und eine behutsame Behandlung positiv auf das Wohlbefinden der Patienten auswirken.

Gibt es Trends in der Ästhetik? Welche Behandlungen sind gerade besonders gefragt?

90 % der Patienten, die zu uns kommen, fragen nach den Klassikern – also Botulinum-, Filler- oder Laserbehandlungen. Dann gibt es sicher immer wieder Trends, etwa PRP* oder Fäden**. Hier warten wir aber lieber erst einmal, ob sich davon etwas im Markt wirklich bewährt. Wir wollen nicht das Risiko eingehen, Patienten durch un- oder wenig wirksame Innovationen zu verlieren. Lieber setzen wir auf Produkte mit belegter Wirksamkeit und Sicherheit, bei denen wir auf die bewährte Qualität vertrauen können.

Gibt es Beauty-Behandlungen, die man besser meiden sollte?

Ich denke, es ist weniger was, sondern vielmehr, von wem man die Finger lassen sollte. Behandlungen aus ärztlicher Hand sind im Allgemeinen sicher und effektiv. Über Jahre erfolgreich etabliert haben sich zu Recht Klassiker, wie z.B. Behandlungen mit Botulinum oder Hyaluron. Wenn man dann noch über ein Lasergerät verfügt, kann man den allergrößten Teil der von den Patienten nachgefragten ästhetischen Leistungen effektiv und sicher abdecken.

Worauf sollten Patienten bei der Wahl ihres Arztes und der Dermalfiller achten?

Eine Filler-Behandlung sollte immer bei einem erfahrenen Facharzt erfolgen und nicht bei medizinischen Laien, wie etwa Kosmetiker(inne)n. Außerdem sind natürlich die richtigen Präparate wichtig, die Filler müssen höchsten Qualitätsstandards genügen. Hier ist man mit dem Produktportfolio von Merz Aesthetics gut beraten.

Wie können interessierte Patienten sich am besten informieren?

Das Internet spielt natürlich eine Rolle. Auf den Websites der großen Produkte findet sich meist auch eine vernünftige Arztsuche, mit deren Hilfe Sie qualifizierte Ärzte für die entsprechende Behandlung in Ihrer Nähe finden. Auch Vorher-Nachher-Fotos auf den Websites geben einen guten ersten Eindruck. Viel wichtiger aber ist das Beratungsgespräch mit dem Facharzt. Hier kann der Patient alle Fragen stellen, die ihn bewegen. Dabei kann es hilfreich sein, dem Arzt in einem Spiegel zu zeigen, was genau stört und wo eine Veränderung gewünscht ist. In der Beratung kann der Patient dann genau erfahren, was für ihn individuell infrage kommt.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Prof. Dr. Gerber

* Die PRP-Behandlung (PRP = „Plättchenreiches Plasma“) ist eine Form der Eigenbluttherapie zur Verjüngung und Zellregeneration.
** Beim sog. Fadenlifting werden unter lokaler Betäubung spezielle Fäden in das Unterhautfettgewebe eingebracht, um eine Gesichtsstraffung zu erzielen.