Muss Schönheit ein Geheimnis sein?

Nichts wird lieber verschwiegen als ein Besuch beim Beauty-Doc.
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shhh... Lippen

Ist da nachgeholfen worden oder nicht? Ein jüngeres, frischeres Aussehen bietet Raum für Spekulationen. Wer ehrlich zu Schönheitsbehandlungen steht, lebt viel entspannter. Schließlich bekommt man vom Grübeln Falten. Wer will das schon?

Komisch, Sex, das intimste aller Themen, ist längst kein Tabu mehr. Etliche TV-Formate beschäftigen sich damit, was einst nur hinter verschlossenen Schlafzimmertüren stattfand. Weniger offenherzig zeigen sich die Deutschen allerdings, wenn es um minimalinvasive Eingriffe beim Beauty-Doc geht. Hier gibt man sich ausgesprochen zugeknöpft. Dabei sollte man meinen, dass gerade das Zeitalter des Social Media den Umgang mit Schönheitsbehandlungen normalisiert hätte.

– Falsche Scham

Was spricht dagegen, offen zu sagen: „Ich habe meiner Schönheit etwas auf die Sprünge geholfen“? Eigentlich nichts. Insbesondere dann nicht, wenn man sich z. B. mit einer Faltenkorrektur lediglich etwas von seinem jüngeren Ich wieder zurückgeholt hat. Vielleicht ist es einfach die Sorge, für oberflächlich gehalten zu werden. Ein besonderes Maß an Eitelkeit, das einem unterstellt werden könnte. Ähnliches trifft auf Frauen in höheren Positionen zu. Zu groß ist ihre Furcht, darauf reduziert zu werden, mit gutem Aussehen Karriere machen zu wollen und nicht mit Know-how und Kompetenz.

Für diese Frauen ist es natürlich hilfreich, dass die modernen Methoden der ästhetischen Medizin nicht nur sanft, sondern auch sehr diskret sind. Sie finden ja in der Regel unsichtbar unter der Haut statt, und die manche Veränderungen erfolgen Schritt für Schritt und ohne Paukenschlag. Ein erholtes Äußeres können sie deshalb auch immer auf ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Work-Life-Balance schieben. Fazit: Man muss sich also gar nicht outen, wenn man nicht will. Und manch eine wird die leichte Irritation in ihrem Umfeld aufgrund ihres frischeren Aussehens sogar genießen.

+ Ehrlich entfalten

Doch nichts strahlt mehr Souveränität aus, als authentisch zu sein. Selbstbewusst zu sagen: „Ich will, dass es mir gut geht.“ Der Wunsch nach einem jugendlichen Aussehen ist eindeutig nichts, wofür wir uns schämen müssten. Wenn wir mit unserer Haarfarbe nicht zufrieden sind, gehen wir, ohne lange zu überlegen, zum Friseur. Gerät unser Gewicht außer Kontrolle, schließen wir uns im Internet Communities an und posten glücklich jedes Kilo, das wir verloren haben. Freuen uns über Komplimente und sind stolz, dass wir Verantwortung für unser Wohlbefinden übernommen haben. Warum also nicht öffentlich dazu stehen, dass man sich zu jung für Falten fühlt? Was nicht gleichzusetzen ist, mit einem übertriebenen Jugendwahn. Von diesem Vorurteil sollte man sich ganz schnell verabschieden. Denn die Methoden der ästhetischen Medizin sind heutzutage nicht nur minimalinvasiv, sondern geben unserem Gesicht seine ursprüngliche Natürlichkeit zurück. Das sollten wir genießen und keinen Gedanken daran verschwenden, was andere über uns denken.