Karriere: Darum sind schöne Menschen erfolgreicher!

Es kommt auf innere Werte an? Von wegen! Schönheit ist ein Türöffner und Sprungbrett. Vor allem im Business.
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Karriere: Darum sind schöne Menschen erfolgreicher!

Hand aufs Herz; vermutet haben wir es doch schon immer: Nämlich, dass Bettina aus der Personalabteilung ihre Beförderung nur wegen ihrer langen Haare, der schlanken Beine und dieser niedlichen Stupsnase bekommen hat. Natürlich macht sie auch ihren Job gut; aber am Ende gilt eben doch das alte Sprichwort „Sex sells“. Oder jedenfalls Attraktivität! Und das ist nicht nur eine Vermutung gehässiger Kollegen, sondern längst ein wissenschaftlicher Fakt.

Schöner = besser

Denn Schönheit strahlt ihre bezaubernde Wirkkraft nicht nur nach außen, sondern vor allem nach innen. Jeder, der sich schon mal verliebt hat, weiß das. Wir kennen unser Gegenüber vielleicht gar nicht. Aber wir himmeln es an. Unsere Blicke sind in einen Bann gezogen – und unser Verstand gleich hinterher. Wer so gut aussieht, muss einfach toll sein. Und bestimmt auch schlau, charmant, intelligent und kreativ.

Wir urteilen automatisch

Ja, genau so wirkt Schönheit; wie ein süßer Tropfen Honig, dem alle Fliegen auf den Leim gehen. Es ist ein instinktiver Automatismus, der uns schlussfolgern lässt, dass ein Mensch mit gutem Aussehen auch gute Eigenschaften besitzen muss. Wissenschaftler wie der Attraktivitätsforscher Ulrich Rosar, Professor für Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, bestätigen das. Gleichsam bestätigt er aber auch, dass der Schein trügen kann.

Der schöne Schein trügt

Schöne Menschen sind nämlich nicht wirklich immer auch schlauer, kreativer oder sonst wie besser. Tief in unseren Herzen, dort wo Schönheit ihre Blendwirkung verliert, wissen wir das natürlich. Aber es tut irgendwie auch gut, sich diesen Fakt nochmals wissenschaftlich unterschreiben zu lassen. Studien, wie z. B. Psychologe Gründl sie durchgeführt hat, liefern den Beweis: Nein, die besonders attraktiven Testpersonen waren faktisch weder intelligenter noch netter. Und trotzdem kamen sie bei ihrer Umwelt besser an.

Fehler werden verziehen

Ein weiterer Fakt der Wissenschaft ist auch, dass hübschen Menschen schneller Fehler verziehen werden. Untersuchungen des Soziologen Rosar belegen dies deutlich. Gutes Aussehen liefert quasi die optische Entschuldigung, die es leicht macht, über kleine Missgeschick hinwegzusehen. Und auch sonst gingen die Probanden insgesamt wohlwollender und nachsichtiger mit gutaussehenden Zeitgenossen um.

Karriere: Darum sind schöne Menschen erfolgreicher!

Gutes Aussehen, besseres Einkommen

Faktisch belegt ist inzwischen auch, welche Auswirkungen Attraktivität auf die Karriereleiter hat. Denn dafür haben Forscherteams Parameter wie Gehalt oder Karrierestufe unter die Lupe genommen und mit Analysen zum Attraktivitäts-Level der entsprechenden Personen in Zusammenhang gebracht. Christian Pfeifer, Professor für Angewandte Mikroökonomik an der Leuphana Universität Lüneburg, analysierte beispielsweise einen Datensatz des Leibniz-Instituts, der auf einer Bevölkerungsumfrage von 2011 beruht. Dieser enthielt sowohl repräsentative Zahlen zu beruflichem Erfolg der Befragten, als auch ihrem Aussehen und ihrer damit einhergehenden Attraktivität. Und siehe da: Befragte, die als attraktiver eingeordnet wurden, bekamen im Schnitt auch drei Prozent mehr Gehalt.

Für Frauen gelten andere Regeln

Schönheit macht sich also sprichwörtlich bezahlt. Zumindest beim starken Geschlecht. Denn – und auch das ist ein wissenschaftlicher Fakt – bei Frauen gelten etwas andere Regeln. So sind sich grundsätzlich zwar alle einige, dass schönen Frauen auch automatisch das Attribut der Intelligenz unterstellt wird (Studien belegen das), doch das allein reicht für die Damenwelt trotzdem nicht aus, um auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Studien sagen: Eine Frau, die übermäßig attraktiv ist, wird für gewisse Jobs, Positionen und Branchen als weniger qualifiziert eingestuft als eine durchschnittlich schöne Frau.

Schöne Frauen stiften Unruhe

Zu hübsch darf es also (jedenfalls im Business) auch nicht sein? Warum? Für die Antwort braucht es wohl keine Wissenschaft, sondern reine Menschenkenntnis. Das vorverurteilende Klischee und die (unbewusste) Befürchtung vieler Arbeitsgeber lautet: Männliche Kollegen wollen Super-Frauen gefallen und verfallen leicht in hitzköpfige Flirtlaune. Bei Frauen hingegen wirken attraktive Kolleginnen alles andere als stimmungsaufhellend; Konkurrenz-Gehabe liegt in der Luft. Natürlich ist das nicht die zwingende Wahrheit, aber durchaus gängige Praxis. Und am Ende auch irgendwie eine rein menschliche Reaktion.

Weiblichkeit verliert!

Denn superschöne Frauen lassen einfach niemanden kalt. Aber es existiert noch ein Umstand, der den Extra-Hübschen die Karriere verbauen kann. Nämlich die Tatsache, dass Schönheit bei Frauen mit Attributen von extremer Weiblichkeit gleichgesetzt wird. Und Weiblichkeit passt – jedenfalls stereotypen Reaktionsmustern zufolge – nicht in Männerdomänen. Trotz Jahrzenten der erfolgreichen Emanzipation und inzwischen unzähligen Gegenbeweisen aus der beruflichen Praxis, sitzt dieses Denkmuster fest.

Authentizität statt Attraktivität

Und was ist die Moral von der Geschicht‘? Ganz einfach: „Sex sells“ gilt eben doch nicht immer! Aussehen ist nicht alles. Am Ende geht es wohl eher um etwas anderes. Nämlich um die Frage von innerer Zufriedenheit und Authentizität. Denn wer sich in seiner Haut wohl fühlt, strahlt das auch und wird damit automatisch als attraktiv und fähig wahrgenommen. Und so kommt wahre Schönheit am Ende doch von innen – nicht nur im Business, sondern auch sonst im Leben!